kleine Mächtige

kleine Mächtige

17. März 2018

kleine Mächtige

metallischrot, in Stein gehaun
lebensmächtig klar und klar
im Blick der Augen Paar
sanft und ohne Graun

dunkel schimmernd braun
fließend Haar für Haar
Milde, todesmächtig gar
vor dem Herz ein Zaun

es krallt die Hand
mit junger Macht
es reißt das Band

Gefühle sind erwacht
malend an die Wand
der Todt, er lacht

m.i. 2017

(siehe Portfolio 2018)

Ich, der Maler im Atelier

Unsichtbar wie Musik

1. Dezember 2017

In meiner Malerei, wie sollte es anders sein, versteckt sich viel unsichtbares. Es ist wie mit Musik, auch sie ist unsichtbar. Auf dem hier gezeigten Foto sieht man mich im Atelier ein halbfertiges Bild auf der Staffelei präsentieren. Lang in Skizzen vorgedacht, im Januar 2017 begonnen und einige Monate später fertiggestellt. Ein Werk in dem ich mich selbst in das Dunkel der Seele gehen lasse und das den Titel: „Die zärtliche Gleichgültigkeit der Welt“ bekommen hat. Gleichnishaft steht der Trubel der Großstadt über meiner kleinen Person, die sich nackt ins Dunkel vorwagt. Sich dabei umblickt, so als wollte sie noch einen Blick einfangen, der zurückhält.

(siehe Portfolio Malerei 2017)

Blick ans Ufer

Blick ans Ufer

30. November 2017

„Blick ans Ufer“ ist der Titel eines Bildes, das einen Strand am Horizont zeigt und das zu mehr als drei Vierteln den Blick auf Wasser darstellt. Hervorragend in Grisailletechnik ausgeführt, zeigt es einen Blick, wie ihn vielleicht ein anlandender oder abfahrender Mensch von einem Boot aus wahrnimmt. Da mischen sich in der heutigen Zeit viele Empfindungen mit hinein, angesichts der politischen Lage und Ereignisse. Vielleicht schafft dieses kleine große Bild ein Stückchen Mitgefühl in uns BetrachterInnen.

(siehe Portfolio Malerei 2015)

Portraitzeichnung R.N.

Zärtlichkeit und Melancholie

29. November 2017

Eine unvollendete Portraitzeichnung einer hübschen jungen Frau. In dieser Unfertigkeit der Zeichnung liegt viel Vorsicht und Beginn, viel Schönheit. Etwas Melancholie ist zärtlich zu erahnen in ihrem Blick. Die leichten Weißhöhungen geben der Zeichnung Tiefe und Räumlichkeit. Verschiedene Empfindungen, ob nun tatsächlich während des Zeichnens oder erst bei der späteren Betrachtung wahrgenommen, sind zu erahnen und lösen sich genauso schnell wieder auf. Melancholie angesichts dieser Vergänglichkeit kommt auf …

(siehe Portfolio Grafik 2017)

Gegengeräusche

gegengeräusche

28. August 2017

gegengeräusche

kantig gelber Schall
sphärisch blau die Zwischenräume
blau die Körper, voller Träume
Enge überall

nirgends Echo oder Hall
Hände tastend, Zäune
schwarz umrandet Räume
wirf mir Töne zu wie einen Ball

alleine Du, alleine ich
in der Kammer
weiblich, männlich

einsam nimmer
Sehnsucht sinnlich
alleine immer

m.i. 2017